Stadgemeinde Pelekanos - Paleochora
Die Umgebung
Paleochora ist eine kleine Stadt im Bezirk Chania. Paleochora liegt 77 km südlich von Chania an der süd-west Küste Kretas und wurde auf einer kleinen Halbinsel gebaut, die 400 m breit und 700 m lang ist. Paleochoras Küste beträgt 11 km Länge und grenzt an die lybischen See. Paleochora ist die Hauptstadt des Bezirks Pelekanos in der Provinz Selino und hat 2.213 Einwohner. ( Stand 2001)
Der Ort
Paleochoras Wirtschaft basiert sich auf Tourismus und
Landwirtschaft (hauptsächlich Tomaten gezüchtet im Gewächshaus, sowie
die Herstellung von Olivenöl). Schon seit den frühen 70’ern, als es als
Hippie Zentrum galt, war es ein erholsamer Urlaubsort.
Heutzutage ist Paleochora eines der am schnellsten wachsenden Touristenorte
Kretas. Es hat kristall-klares Wasser, gut organisierte Strände und wunderschöne,
kleine Ankerplätze. Besucher bekommen viele Hotels, Restaurants, Tavernen,
Cafés, Bars und Nachtclubs geboten. Ausserdem verfügt Paleochora über
Banken, Poststelle, Telefonläden, Ambulanz, Arztpraxis, Zahnarzt, Apotheken,
Polizeitstation, Küstenwache, Kundenservice und viele verschiedene Einkaufsläden.
Fähren könne Sie von Paleochora nach Sougia, Agia Roumeli, Loutro, Chora
Sfakion und Gavdos bringen.
Paleochora ist auf den Ruinen der alten Stadt Kalamydi gebaut. Es existieren
ausserdem viele byzantische Kirchen in dieser Gegend.
Geschichte
In 1278 baute der venezianische General Marinos Gradengos
ein Kastell mit dem Namen Selino – Kasteli. Die gesamte Provinz, die den
Namen „Orino“ trug, wurde nach dem Kastell umbenannt - „Selino“. Das Kastell
wurde 1332 zerstört und 1334 wieder aufgebaut. Um das Kastell herum fanden
Venezianer neue Niederlassungsmöglichkeiten für Arbeiter und Kaufleute.
Den neuen Ort der Niederlassung nannte man Vourgos.
1539 wurde das Kastell noch einmal zerstört - von dem Piraten Barbarosa.
In 1595 wurde es von Dolf erneuert.
1645 eroberten die Türken das Kastell und veränderten es zum Vorteil ihrer
Bedürfnisse. Ein englischer Wanderer namens Robert Pashley fand das Kastell
1834 absolut zerstört und die gesamte Umgebung ohne Einwohner. Nur eine
einzige Getreidekammer und ein oder zwei kleine Gebäude fand er in gutem
Zustand.
Ab 1866 wurde die Gegend wieder besiedelt und ist heute bekannt als „Paleochora“.
Während des 2. Weltkrieges war Paleochora der Kamplplatz für Motorad-
Truppen der Deutschen, ´95 des Aufklärungskampfes und des 8. griechischen
Regiments mit Elementen der kretischen Gendarmerie.